<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	>

<channel>
	<title>matthaei &#38; konsorten</title>
	<atom:link href="http://www.matthaei-und-konsorten.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.matthaei-und-konsorten.de</link>
	<description></description>
	<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 07:33:45 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.7.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>SENDER WEIMAR</title>
		<link>http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/inhaltlich/offentlicher-raum/sender-weimar/</link>
		<comments>http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/inhaltlich/offentlicher-raum/sender-weimar/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 22:39:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthaei</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[2010]]></category>

		<category><![CDATA[Tanz]]></category>

		<category><![CDATA[installativ]]></category>

		<category><![CDATA[performing]]></category>

		<category><![CDATA[öffentlicher Raum]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthaei-und-konsorten.de/?p=1532</guid>
		<description><![CDATA[
eine choreographische feldmessung vor ort
Im imaginären Grundstein des Hauses liegen Dokumente des 3. Reichs, die von der Entstehung dieses Gebäudes zwischen Provinzposse, Sippenhaft des ungreifbaren Philosophen und aufgeblasenen Selbstermächtigungsgesten des Nationalsozialismus sprechen.
In seinem Grundriß ist ein umgedrehtes Kloster enthalten, das übertünchender Huldigung und zugerichtetem Studium des Vereinnahmten dienen sollte, jedoch nie ganz fertig gestellt wurde.
In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/inhaltlich/offentlicher-raum/sender-weimar/attachment/gang/' title='gang'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2010/09/gang-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/inhaltlich/offentlicher-raum/sender-weimar/attachment/c2a9lw_senderweimar_10/' title='c2a9lw_senderweimar_10'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2010/09/c2a9lw_senderweimar_10-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/inhaltlich/offentlicher-raum/sender-weimar/attachment/c2a9lw_senderweimar_15/' title='c2a9lw_senderweimar_15'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2010/09/c2a9lw_senderweimar_15-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/inhaltlich/offentlicher-raum/sender-weimar/attachment/foyer/' title='foyer'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2010/09/foyer-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/inhaltlich/offentlicher-raum/sender-weimar/attachment/c2a9lw_senderweimar_02/' title='c2a9lw_senderweimar_02'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2010/09/c2a9lw_senderweimar_02-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/inhaltlich/offentlicher-raum/sender-weimar/attachment/c2a9lw_senderweimar_08/' title='c2a9lw_senderweimar_08'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2010/09/c2a9lw_senderweimar_08-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/inhaltlich/offentlicher-raum/sender-weimar/attachment/tonstudios/' title='tonstudios'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2010/09/tonstudios-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/inhaltlich/offentlicher-raum/sender-weimar/attachment/c2a9lw_senderweimar_31/' title='c2a9lw_senderweimar_31'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2010/09/c2a9lw_senderweimar_31-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/inhaltlich/offentlicher-raum/sender-weimar/attachment/c2a9lw_senderweimar_28/' title='c2a9lw_senderweimar_28'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2010/09/c2a9lw_senderweimar_28-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/inhaltlich/offentlicher-raum/sender-weimar/attachment/c2a9lw_senderweimar_26/' title='c2a9lw_senderweimar_26'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2010/09/c2a9lw_senderweimar_26-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/inhaltlich/offentlicher-raum/sender-weimar/attachment/c2a9lw_senderweimar_25/' title='c2a9lw_senderweimar_25'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2010/09/c2a9lw_senderweimar_25-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/inhaltlich/offentlicher-raum/sender-weimar/attachment/c2a9lw_senderweimar_24/' title='c2a9lw_senderweimar_24'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2010/09/c2a9lw_senderweimar_24-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/inhaltlich/offentlicher-raum/sender-weimar/attachment/c2a9lw_senderweimar_17/' title='c2a9lw_senderweimar_17'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2010/09/c2a9lw_senderweimar_17-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/inhaltlich/offentlicher-raum/sender-weimar/attachment/c2a9lw_senderweimar_19/' title='c2a9lw_senderweimar_19'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2010/09/c2a9lw_senderweimar_19-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/inhaltlich/offentlicher-raum/sender-weimar/attachment/eingang/' title='eingang'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2010/09/eingang-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
</p>
<p>eine choreographische feldmessung vor ort</h2>
<p>Im imaginären Grundstein des Hauses liegen Dokumente des 3. Reichs, die von der Entstehung dieses Gebäudes zwischen Provinzposse, Sippenhaft des ungreifbaren Philosophen und aufgeblasenen Selbstermächtigungsgesten des Nationalsozialismus sprechen.</p>
<p>In seinem Grundriß ist ein umgedrehtes Kloster enthalten, das übertünchender Huldigung und zugerichtetem Studium des Vereinnahmten dienen sollte, jedoch nie ganz fertig gestellt wurde.</p>
<p>In den Oberflächen der Räume, ihren Farben, Materialien, Details sind Ablagerungen lesbar von drei historischen Schichten, wie auch Spuren der Menschen, die hier teils jahrzehntelang arbeiteten und lebten, Tondokumente der Außenwelt erstellten, ausstrahlten, archivierten.</p>
<p>Nietzsche hat an diesem Ort nie eine Heimstätte gefunden, die längste Zeit hat es als Funkhaus des „Landessender Weimar&#8221; und für Synchronstudios der DEFA gedient, bis dem „Staatlichen Komitee für Rundfunk der DDR&#8221; der Staat abhanden kam und es nach rund 10 Jahren in der neuen Zeit geschlossen wurde. Am 1. September 2000, eine Woche und 100 Jahre nach Nietzsches Todestag. War das Haus noch nie öffentlich zugänglich, so ist es seitdem gänzlich in sich verschlossen gewesen.</p>
<p>Am 4. September 2010 wird es nun wieder geöffnet. Und zum ersten Mal vom Keller bis zum Dachboden als Bewegungsraum und Klangkörper frei zugänglich gemacht.</p>
<p><span id="more-1532"></span></p>
<p><strong>SENDER WEIMAR eine choreographische feldmessung vor ort</strong> untersucht, vermisst &amp; öffnet das Gebäude der Nietzsche-Gedächtnishalle auf unterschiedlichen Ebenen, mit sich wechselseitig ergänzenden künstlerischen Verfahren. Die Inszenierung tanzt dabei weder den Nietzsche noch erzählt sie die Geschichte des Funkhauses nach.</p>
<p>In einer 12-stündigen Performance mit acht Tänzern und vier Musikern werden in einer großen Wanderung gemeinsam mit den Besuchern nacheinander unterschiedliche Areale des Gebäudes erschlossen. Die Feldmessung nimmt sich dabei Zeit für die einzelnen Räume, steht in einem fortwährenden Wechselspiel mit deren akustischen, körperlichen, inhaltlichen Resonanzen: Welche Klangräume eröffnen sich durch die Musik wie durch die Bewegungen von Tänzern und Zuschauern. Welchen Einflüssen sind die Körper durch die Vorgaben des Architektur ausgesetzt, wie reagieren sie darauf, welche neuen Bilder entstehen und wie prägt das Gedächtnis der Räume, was heute dort gesprochen oder hörbar gemacht wird. Das Sichtbare des Tanzes und der Bespielung des Ortes steht dabei immer im Dialog mit dem Abwesenden seiner früheren Bestimmungen. Die hier nicht abgebildet, sondern durch die heutigen Vorgänge als Hohlformen spürbar gemacht werden.</p>
<p>Die Tänzer/Performer mit einem weiten Spektrum unterschiedlicher Bewegungssprachen werden dabei mit ihren jeweiligen „Fingerabdrücken&#8221; sichtbar, gleiten durch Weisen der Präsenz von Unsichtbarkeit bis zu eindrücklicher Intensität. Teils in Komplizenschaft mit ihren Zuschauern, teils von diesen getrennt durchlaufen sie vielfältige Scores, Anordnungen für spezifische Settings, in denen sie in Echtzeit die Ereignisse im Raum komponieren.</p>
<p>Ihre Aufgabe ist es dabei auch, für die unterschiedlichen Orte im Gebäude jeweils andere Energielevel zu finden, welche die Erfahrung des Raums im Körper und der Bewegung der Tänzer kondensieren.</p>
<p>Musikalische Grundlage ist das <em>String Quartet II </em>von Morton Feldman von 1983. Seine im Original bereits sechsstündige Komposition findet sich hier über eine Dauer von 12 Stunden &amp; unterschiedlichste Aufführungsszenarien im Gebäude verteilt.</p>
<p><em>„Bis zu einer Stunde denkt man über ‚Form&#8217; nach, danach ist es ‚Maßstab&#8217;. ‚Form&#8217; ist einfach die Aufteilung von Dingen in Abschnitte. Aber ‚Maßstab&#8217; ist eine andere Sache. (&#8230;) Früher waren meine Stücke wie Objekte, nun sind sie wie Dinge, die sich entwickeln.&#8221; </em>Morton Feldman 1985</p>
<p>In spezifischer Reaktion auf die Architektur des Gebäudes - seine Klangräume, seine sozialen &amp; ideologischen Vorgaben -, eröffnet die Musik immer wieder andere Bezüge zwischen Tänzern, Besuchern &amp; Musikern. Ständige Variationen von Mustern &amp; Stimmen erzeugen einen Fluß von Klängen, der sowohl die musikalische Produktion wie die Abbildung von Emotionen fortwährend unterläuft, austrickst, suspendiert. Wodurch ein je nach Hören changierendes Gewebe entsteht, das immer wieder zwischen persönlichen Assoziationen oder der Lust an der Wahrnehmung seiner Logiken oszillieren kann. Wodurch das Bewegungsmaterial der Tänzer gleichermaßen unabhängig von der Musik wie in Dialog mit ihr gesehen werden kann, so wie Feldman seine Kompositionen auch als Schatten von Klängen beschreibt.</p>
<p>Das gesprochene Wort durchwandert im Verlauf der 12 Stunden ebenfalls unterschiedlichste Positionen - vom Klang des Atmens &amp; vorsprachlicher Gefühlsäußerungen über Live-Synchronisationen historischer Dokumente aus der Entstehungszeit des Hauses bis hin zu den Stimmen von Zeitzeugen, die früher hier gelebt &amp; gearbeitet haben, sich von ihrer Kindheit bis zum Ende des Senders an das nun Abwesende erinnern.</p>
<p>Die Geschichte des Gebäudes als Funkhaus &amp; Synchronstudio der DEFA wird überblendet mit seiner ursprünglichen Entstehung aus einer verqueren, verfälschten Ableitung Nietzsches. Je nach Historie, Funktion &amp; heutigem Zustand der Räume entstehen ständig permutierende Ich-Entwürfe, Erinnerungs-Filme &amp; Sprachspiele - Realitäten ebenso behauptend wie aufhebend, gleichzeitig von Wahrheit &amp; Lüge erzählend. Im Verhältnis zur Gruppe wird das Individuelle sichtbar, dieses ebenso hervorhebend wie vereinnahmend. Entgegen der Steinschwere des Hauses zunächst jedoch immer auch leichtfüßig daherkommend.</p>
<p>&amp; schließlich veröffentlicht SENDER WEIMAR im Fortgang durch die Räume &amp; Stunden die Spuren seiner Entstehung, erzeugt sein eigenes Archiv - das aber in Reaktion auf diesen Ort mit Verlassen des Hauses am 5. September sich selbst wieder löschen wird.</p>
<p>Inszenierung &amp; Choreographie: muvingstudies / Jörg Lukas Matthaei &amp; Ingo Reulecke</p>
<p>Tanz/Performance von &amp; mit: David Bloom, Joris Camelin, Raffaella Galdi, Katharina Meves, Ivan Mijacevic, Ingo Reulecke, Johanne Timm, Bettina Thiel</p>
<p>Streichquartett: Michael Rauter (Cello), Gregoire Simon (Viola), Daniela Strasvogel (Violine), Biliana Voutchkova (Violine)</p>
<p>Szenografie: Katrin Büttner (Raumgestaltung), Lisa Fütterer (Kostüm), Bogna Jaroslawski (Audio/Recherchen), Si Liu (Raumgestaltung/Animation), Silvie Naunheim (Kostüm), Laura Weber (Foto/Video). In Kooperation mit dem Master-Studiengang „Bühnenbild_Szenischer Raum&#8221; an der TU Berlin.</p>
<p>Taenzerfotos: © Laura Weber</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/inhaltlich/offentlicher-raum/sender-weimar/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>PRESSE: BURNING DOWN THE HOUSE!</title>
		<link>http://www.matthaei-und-konsorten.de/resonanzen/presse-burning-down-the-house/</link>
		<comments>http://www.matthaei-und-konsorten.de/resonanzen/presse-burning-down-the-house/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 22:55:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthaei</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Resonanzen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthaei-und-konsorten.de/?p=1430</guid>
		<description><![CDATA[Das Theater spielt verrückt
Dr. Mabuse trifft E.T.A. Hoffmann:
Regisseur Lukas Matthaei bringt im HAU 1
&#8220;Burning Down The House&#8221; auf die Bühne
Von Katrin Pauly
Das Theater lebt! Und damit ist an diesem Abend ausnahmsweise mal nicht das
Geschehen auf der Bühne&#8230;tschuldigung, Telefon! Da sollte mal jemand drangehen. Ich
vielleicht? Das Mobilteil liegt direkt neben meinem Zuschauersitz. Na gut. Eine Stimme
sagt: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Theater spielt verrückt<br />
Dr. Mabuse trifft E.T.A. Hoffmann:</p>
<p>Regisseur Lukas Matthaei bringt im HAU 1<br />
&#8220;Burning Down The House&#8221; auf die Bühne<br />
Von Katrin Pauly<br />
Das Theater lebt! Und damit ist an diesem Abend ausnahmsweise mal nicht das<br />
Geschehen auf der Bühne&#8230;tschuldigung, Telefon! Da sollte mal jemand drangehen. Ich<br />
vielleicht? Das Mobilteil liegt direkt neben meinem Zuschauersitz. Na gut. Eine Stimme<br />
sagt: &#8220;Wir müssen sprechen! Täuschen Sie mich nicht, das könnte Konsequenzen für uns<br />
alle haben.&#8221; Das will ich natürlich nicht riskieren und beantworte dieser fremden Stimme<br />
seltsam bereitwillig Fragen wie: &#8220;Wann haben Sie einem geliebten Menschen zuletzt<br />
etwas vorgemacht?&#8221; Das Publikum als manipulierbare Masse, gespenstisch.<br />
Überhaupt geht&#8217;s hier kein bißchen mit rechten Dingen zu. Das Theater spielt verrückt,<br />
und wir sind mittendrin. Von geheimen Mächten dirigiert, von blinden Guides geführt,<br />
von irgendeiner höheren Macht zu irgendeinem höheren Zweck bestimmt. Ob das Ganze<br />
gut oder böse enden wird, ist nicht ganz klar. Wir wissen nur eins: Ein gewisser Herr Dr.<br />
Mabuse ist auch mit im Spiel. Und der Titel des Abends, den &#8220;Matthaei &amp; Konsorten&#8221;<br />
fürs HAU 1 konzipiert haben, klingt nicht sehr vertrauenerweckend: &#8220;Burning Down The<br />
House!&#8221;, der Untertitel schon seriöser: &#8220;Dr. Mabuse probt Tarkovskijs ,Hoffmanniana&#8217;&#8221;.<br />
Tatsächlich hat sich Regisseur Lukas Matthaei einen ziemlich komplizierten<br />
theoretischen Überbau für sein höchst unterhaltsames Theatererkundungsspektakel<br />
zurechtgebastelt: Im Jahr 1922 feierte Fritz Langs &#8220;Dr. Mabuse&#8221; im Zoo-Palast Premiere.<br />
Einige der Film-Darsteller spielten zeitgleich in einem E.T.A.-Hoffmann-Abend am<br />
Hebbel-Theater. Hoffmann seinerseits war Protagonist eines niemals gedrehten Films des<br />
russischen Regisseurs Andrej Tarkovskij. Aber das muß man eigentlich alles gar nicht<br />
wissen, nur vielleicht, daß alle drei Themen irgendwie mit dem Hebbel-Theater<br />
verbunden sind. Und daß alle Figuren, die an diesem Abend das Geschehen dirigieren,<br />
genauso gut Personal in einem von Hoffmanns Märchen sein könnten wie auch<br />
Handlanger in Mabuses Manipulationsmaschinerie.<br />
Hoffmann hin, Mabuse her, Regisseur Matthaei zeigt das Theater als großen<br />
Zauberapparat, in dessen Keller geheime Séancen zwecks Beschwörung großer<br />
Theatergeister wie Piscator, Brecht und Co. zur Musik von Tocotronic stattfinden. Er<br />
schmeißt die Illusionsmaschine unter der Drehbühne an, wo Peter Pankow sich als<br />
geheimer Strippenzieher des Bühnengeschehens offenbart, er scheucht das Publikum<br />
durchs ganze Haus durch muffige Magazinräume bis in luftige Höhen, auf der Bühne<br />
singt jemand Hoffmanns &#8220;Tre Canzonette Italiane&#8221;. Direkt daneben steht ein Sultan, der<br />
mit einem stotternden Mädchen Texte probt.</p>
<p>Wir wissen längst nicht mehr, wo oben und unten ist. Und überhaupt: Wo ist eigentlich Doktor Mabuse, der alte Magier? Egal, den brauchen wir nicht, das schafft der Matthaei auch allein: Nämlich, all jene, die immer glaubten, daß ein Theater den Zauber verliert, sobald man es von hinten sieht, daß der Blick hinter die Bühne die Illusion zerstört, grundlegend eines besseren zu belehren.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.matthaei-und-konsorten.de/resonanzen/presse-burning-down-the-house/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>PRESSE: VOM RICHTIGEN LEBEN 2</title>
		<link>http://www.matthaei-und-konsorten.de/resonanzen/presse-vom-richtigen-leben-2/</link>
		<comments>http://www.matthaei-und-konsorten.de/resonanzen/presse-vom-richtigen-leben-2/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 22:48:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthaei</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Resonanzen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthaei-und-konsorten.de/?p=1425</guid>
		<description><![CDATA[&#8230; die gesellschaftliche HartzlV- Struktur der gesichtslosen Masse Mensch wird exemplarisch sichtbar und die ist beileibe nicht witzig. Alle Protagonisten kämpfen ums persönliche Glück - mit unterschiedlichen Strategien und ohne jeglichen Verweis auf neue globale Markt-Strukturen. Das Diktat der täglichen Verrichtung ist wichtiger als der Kampf gegen Globalisierung, Ozonlöcher, George Bush, selbst gegen Osama Bin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; die gesellschaftliche HartzlV- Struktur der gesichtslosen Masse Mensch wird exemplarisch sichtbar und die ist beileibe nicht witzig. Alle Protagonisten kämpfen ums persönliche Glück - mit unterschiedlichen Strategien und ohne jeglichen Verweis auf neue globale Markt-Strukturen. Das Diktat der täglichen Verrichtung ist wichtiger als der Kampf gegen Globalisierung, Ozonlöcher, George Bush, selbst gegen Osama Bin Laden.<br />
taz, 11.(!) 9.06</p>
<p>&#8230; Herausgekommen ist ein Stück, das klug mit der unterschiedlichen Wahrnehmung von Kunst und Authentizität spielt&#8230; die Lebensgeschichten gewinnen durch die künstlerische Verdichtung an Expressivität&#8230; Wärmstens empfohlen sei der Besuch dieses Stücks, das die ästhetische Debatte über Wahrnehmung und Rollenverteilung im Theater in fesselndes Theater übersetzt.<br />
Rheinische Post, 12.9.06</p>
<p>Die äußerst unterschiedlichen Schauspieler, jeder auf seine Art exzellent &#8230;, näherten sich den gefundenen Geschichten&#8230; Es entstand eine ganz neue Partitur der in der vorhergehenden Arbeit gesammelten biographischen Texte, Brüche und Unstimmigkeiten. Sie behandelnd wie einen fiktiven Text und dennoch jedem Seufzer und Versprecher folgend, stellten sie Sprach- und Denkstruktur der porträtierten &#8220;echten Menschen&#8221; aus und vor. Gleichzeitig entstand für den Zuschauer durch das Bewusstsein des Wirklichkeitsbezuges eine äußerst interessante Spannung, die &#8230; gerade durch die Brüche und Unstimmigkeiten sich vom Zitat des &#8220;Echten&#8221; entfernten um selber &#8220;echt&#8221; zu werden. Eine fast perfekte Eröffnung.<br />
NRZ, 12.9.06</p>
<p>Hier entfalten vier Schauspieler vier Porträts - und es ist schwer zu sagen, was dabei eigentlich entsteht. Mehr als Imitation der Menschen und ihrer Biographien. Kein &#8220;echtes Leben&#8221; auf der Bühne. Aber auch keine reine Theater-Fiktion. Hier sieht man Schauspieler, die sich selbst spielen, wie sie Menschen spielen, die im &#8220;richtigen Leben&#8221; auch nur die Rollen spielen, die dieses Leben von ihnen erwartet. &#8230; Das hat ungeheuer intensive Wirkungen, persönliche Schicksale von Arbeitslosigkeit, Selbstzweifel, Angst und Verlust werden im Spiel mit dem Theater-Medium eben nicht überhöht oder ironisch gebrochen wie die Geschichten von Helden, sondern emotional aufgeladen. Diese Menschen-Collagen aus Sprache, Bild, Schauspieler-Körper werden auf berührende Weise authentisch. Sie lösen sich aus der Menge, sie werden wahr. &#8230; Wenn nach zweieinhalb Stunden das Saallicht angeht, erkenn man die Video-Gesichter im Publikum wieder wie alte Freunde. Es bleibt der tiefe Eindruck, etwas Neues erlebt zu haben. Mehr als nur ein Stück Theater. Und mehr als nur das richtige Leben.<br />
WZ, 11.09.06</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.matthaei-und-konsorten.de/resonanzen/presse-vom-richtigen-leben-2/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>PRESSE: UNSERE TAGE WIE SCHATTEN</title>
		<link>http://www.matthaei-und-konsorten.de/resonanzen/presse-unsere-tage-wie-schatten/</link>
		<comments>http://www.matthaei-und-konsorten.de/resonanzen/presse-unsere-tage-wie-schatten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 22:42:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthaei</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Resonanzen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthaei-und-konsorten.de/?p=1418</guid>
		<description><![CDATA[Natürlich altert jeder Mensch für sich allein, isoliert von den übrigen durch seinen eigenen Körper. Und ist doch umgeben von ihnen, denen es keinen Deut anders ergeht. Durch eine ständige Verschiebung der Erzählperspektiven vollzieht UNSERE TAGE WIE SCHATTEN dieses Wechselspiel von Persönlichem und Gemeinsamem nach. Stimmen verflechten sich, geraten in Konkurrenz, dann wieder treten einzelne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich altert jeder Mensch für sich allein, isoliert von den übrigen durch seinen eigenen Körper. Und ist doch umgeben von ihnen, denen es keinen Deut anders ergeht. Durch eine ständige Verschiebung der Erzählperspektiven vollzieht UNSERE TAGE WIE SCHATTEN dieses Wechselspiel von Persönlichem und Gemeinsamem nach. Stimmen verflechten sich, geraten in Konkurrenz, dann wieder treten einzelne hervor, löst sich das Individuelle aus dem Zusammenhang des Universellen.<br />
Statisch oder expressiv, behutsam tastend oder rasend bis zur Atemnot - die Bewegungsformen der sieben Darsteller erzählen von den Grenzen, die der Körper und die Jahre ihnen auferlegen - vom Ignorieren und vom Akzeptieren dieser Grenzen.</p>
<p>In der Komposition dieser Puzzlestücke leuchten Zusammenhänge auf, die eine zerbrechliche Poesie sichtbar machen im Vergehen des Lebens. Ein Gesamtkunstwerk, getragen von Lukas Matthaeis suggestivem Umgang mit Raum und den zuweilen hypnotischen Klangcollagen Claude Chassevents.<br />
Oliver Cech, WDR3: Mosaik, 13.4.07</p>
<p>Jeder gehört dazu. Keiner kann sich der Wirkung entziehen, die matthaei &amp; konsorten in den Raum zaubern. Die Beobachter am Rand und die Tänzer in der Mitte eint nicht nur das performative Ereignis, sondern auch das Thema: das gemeinsame unabwendbare Ziel, auf das aller Leben hinausläuft - Vergänglichkeit und Tod. Dichter und verführerischer könnte ein Theaterabend kaum sein.<br />
Katja Grawinkel, NRZ, 16.4.07</p>
<p>Die Gruppe matthaei &amp; konsorten widmet sich im FFT beeindruckend den Fragen nach Jugend, Alter und Vergänglichkeit: Jugend, Aufbruch, Freude, Irrsinn, Alter und Verlust fügen sich zu einer faszinierenden Momentaufnahme des Lebens. &#8230; Es sind Fragmente privater Geschichte, die mit Tanzbewegungen, Erzählungen und Musikfetzen zu einem atmosphärischen (Lebens-)Gewebe komponiert werden. &#8230; hinreißende Bilder&#8230; Szenen, die den Besuch lohnen.<br />
Hans-Christoph Zimmermann, WZ, 16.4.07</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.matthaei-und-konsorten.de/resonanzen/presse-unsere-tage-wie-schatten/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>PRESSE: MISSING LINK</title>
		<link>http://www.matthaei-und-konsorten.de/resonanzen/presse-missing-link/</link>
		<comments>http://www.matthaei-und-konsorten.de/resonanzen/presse-missing-link/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 22:37:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthaei</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Resonanzen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthaei-und-konsorten.de/?p=1412</guid>
		<description><![CDATA[taz, 22.07.2009
Zeitreisende und Hoffeger
ROLLENTAUSCH
Es beginnt mit großer Verlangsamung, fast wie in einem der Wartesäle, die der Regisseur Christoph Marthaler und seine Bühnenbildnerin Anna Viebrock so gerne einrichten. Nur dass diesmal der beinahe leere Saal, in den die Zuschauer in kleinen Gruppen geführt werden, ein Fundstück ist und original so existiert in einer alten Sozialeinrichtung in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>taz, 22.07.2009</p>
<p>Zeitreisende und Hoffeger</p>
<p>ROLLENTAUSCH</p>
<p>Es beginnt mit großer Verlangsamung, fast wie in einem der Wartesäle, die der Regisseur Christoph Marthaler und seine Bühnenbildnerin Anna Viebrock so gerne einrichten. Nur dass diesmal der beinahe leere Saal, in den die Zuschauer in kleinen Gruppen geführt werden, ein Fundstück ist und original so existiert in einer alten Sozialeinrichtung in Berlin. Langsam, geradezu erstaunlich entschleunigt im Verhältnis zum Takt des Alltags, nähern sich die Darsteller des Thikwa-Ensembles den Besuchergruppen, die von geheimen Treffpunkten aus hierher gebracht wurden. Sie zupfen an der Kleidung der Zuschauer, vermessen mit Schnur deren Körpergröße, dirigieren sie hierhin und dorthin, und ziemlich bald ist klar: Ein runder Abend wird das nur, wenn wir, die Zuschauer, die Rollen annehmen, die uns zugedacht sind.</p>
<p>Ich gehöre zur Gruppe der &#8220;Riesen-Algetten&#8221;, die zuerst in das Labor für Zeitreisende geführt wird. Mittels eines halben Besenstiels stellen wir Kontakt zu einem Energiefeld aus gespannten Seilen her und hüpfen auf der Stelle, bis der Absprung ins Jahr 1974 geschafft ist. Marokko ist das Ziel, fest verankert in den Erinnerungen einer Mitreisenden und jetzt von allen angesteuert.<br />
Auf anderen Stationen in diesem &#8220;geheimen Forschungslabor&#8221; werden wir in Bewerbungsgespräche verwickelt, zum Hoffegen geschickt, untersucht, analysiert und mit erstaunlichen Befunden konfrontiert: &#8220;Bettina, du hast eine Mehlwurmallergie&#8221;, igitt. Die Gerätschaften, die überall herumliegen, zum Bürstenziehen, Körbeflechten, Stühlereparieren, verwandeln sich dabei wie von selbst in die notwendigen Requisiten.</p>
<p>Das Konzept von &#8220;Missing Link&#8221; stammt von Jörg Lukas Matthaei, der unter dem Label matthaei &amp; konsorten gerne soziale Biotope aufgreift. Sein dokumentarischer Zugriff bekommt den Thikwa-Darstellern gut: Ihre Rollen in &#8220;Missing Link&#8221; sind gesättigt von der eigenen Erfahrung, das Objekt der Untersuchung und der sanften, pädagogischen Regieanweisung zu sein. Wie sie das nun weitergeben, ist von großem Charme.<br />
&#8220;Missing Link&#8221; aber besteht nicht nur aus improvisiertem Spiel, sondern auch aus vorbereiteten Texten. Zettel, Spielkarten, Heftchen werden großzügig verteilt, die die Geschichte von der geheim gehaltenen Forschungsstation fortspinnen und die Einbildungskraft<br />
verschwörungstechnisch befeuern. Da liest man zum Beispiel, dass im Januar 2005 zum Verhältnis von Schauspielern und Hunden geforscht wurde und im November 2008 eine Methode zur Biografieüberwindung entwickelt wurde. Ernster und näher dran am Thikwa-Ensemble aber sind zwei Hörstationen mit kurzen Passagen über das Verliebtsein und das Sterben. Da kommen die Stimmen einem umso näher, je verrückter ihr Text erscheint: Er warte auf die große Schamanin, die ihn hinüberbringe in das Land, wo &#8220;sie&#8221; ist, die große Blitze schleudern konnte, erzählt eine männliche Stimme.</p>
<p>Katrin Bettina Müller</p>
<p>°°°°°°°°°°°°</p>
<p>Berliner Zeitung, 22.7. 2009</p>
<p>DIE SEELE DER BÜRSTE</p>
<p>Zunächst ist alles an diesem Abend ein großes Geheimnis. Wo spielt hier eigentlich wer und was? Und was soll der Titel bedeuten: &#8220;Missing Link coop.berlin&#8221;? Theater Thikwa, das Berliner Ensemble mit behinderten Schauspielern und der Konzepttheaterkünstler Jörg Lukas Matthaei haben sich zusammen getan und ein Forschungstheater ganz eigener Art kreiert. Vieles daran bleibt auch am Ende noch geheimniskrämerisch, aber das schadet nicht. Im Gegenteil: Es ist gerade die Stärke dieses sehr lebendigen Wunderkammerspiels, das sich der Menschenforschung und Herzensbildung verschrieben hat. Einer Menschenforschung, die in kein Biologiebuch und kein Bühnenskript passt, sondern außerhalb aller Laborbegriffe und Theatermauern stattfindet.<br />
Nicht das Thikwa-Stammhaus ist denn auch der Spielort für &#8220;Missing Link&#8221;, sondern ein geheimer Treffpunkt in den Innereien des Kreuzberger Hinterhofkiezes. Jeder Besucher, der sich mit auf diese verschlungene Expedition begibt, muss seinen persönlichen Treffpunkt erst telefonisch erfragen. Ein Guide sammelt die Schar ein und führt sie zum Spielort. Und eigentlich möchte man gar nicht mehr verraten, denn durch das feinsinnige Versteckspiel zwischen Stadt und Bühne, Materie und Geist, zwischen Beobachten und Beobachtet-werden, Spiel und Ernst sollte sich jeder selbst vortasten. Doch ohne hier zu erwähnen, dass man schließlich ankommt an der alten Städtischen Blinden-Anstalt in der Oranienstraße, wird man von der gewitzten spielerischen Gratwanderung, die dann beginnt, wenig begreifen. Tagsüber werden in den herrlichen Manufakturen des Gebäudes Stühle geflochten, Bürsten gezogen, Wäsche- und Malerarbeiten verrichtet. Abends nun verwandeln sich die Werkstätten in Seelenlabors, durch die die wendigen Thikwa-Forscher tänzeln und von sich erzählen. Darwinsche Begriffe, die sich &#8220;Missing Link&#8221; dafür ausleiht, dienen allenfalls als Sprungbretter in das subtile Zwischenreich jener Forschungsarbeit, die sich selbst überprüft mit fremden Mitteln. Und so richten sich die untersuchenden Augen der Spieler zuallererst auf ihre neugierigen Besucher. Kleines Tippen gegen die Schultern genügt und man wechselt die Positionen im Raum, wird selbst Spieler, übernimmt wieder die eigene Blickführung und befragt plötzlich jedes Werkzeug auf eine unbekannte Zeichenhaftigkeit. Und eben diese Bedeutungsverschiebungen im Kopf, dieses Verwischen von Nutz- oder Sinngehalt eines jeden Dings und Raums führt während der fast dreistündigen Forschungswanderung durch das verschachtelte Haus immer tiefer in die Seelenfalten der Menschen selbst.<br />
Am schönsten, wenn tief im Keller zwischen alten Reisigballen der unvergleichliche Peter Pankow als Doyen aller Forscher mit seiner souveränen Leibesfülle und seltenen Feinfühligkeit einzelne Besucher nach ihrer eigenen Forscher-Tauglichkeit fragt: Wie man seine Fitness beweisen könne, will er wissen, und gleich hier, in dem engen Unterschlupf, bleibt einem die Antwort in den Gehirnwindungen stecken. Die Unsicherheit aber verwandelt der Menschenkenner Pankow sofort in eine höchst treffsichere kleine Lehrrede über Mut, Aura und die Kraft der Sonne. Dass in jeder Bürste, mit der einem hier sanft über die Schulter gestrichen wird, Seelenarbeit steckt, ist Dreh- und Angelpunkt von &#8220;Missing Link&#8221;. Und so sehr es auch in den persönlichen Erzählungen der Thikwa-Spieler von ihrem Glück und Unglück einfach menschelt, so sehr werden gerade diese Geschichten zu Brenngläsern der Welt.</p>
<p>Doris Meierhenrich</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.matthaei-und-konsorten.de/resonanzen/presse-missing-link/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Laudatio: Kurz nachdem ich tot war</title>
		<link>http://www.matthaei-und-konsorten.de/resonanzen/laudatio-kurz-nachdem-ich-tot-war/</link>
		<comments>http://www.matthaei-und-konsorten.de/resonanzen/laudatio-kurz-nachdem-ich-tot-war/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 22:19:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthaei</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Resonanzen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthaei-und-konsorten.de/?p=1400</guid>
		<description><![CDATA[Laudatio
für die Produktion &#8220;Kurz nachdem ich tot war&#8221;  von matthaei &#38; konsorten 
Wir vergeben den Kurt-Hackenberg-Preis an die Produktion &#8220;Kurz nachdem
ich tot war&#8221;.
Die Produktion zeigt eindrucksvoll, wie das Format der Stadt- und
Ortserkundung in ein theatrales Konzept integriert werden kann. Sie
schafft Spielorte in der Stadt, in den Häusern und verbindet diese Orte
mit zeit- und lebensgeschichtlichen Geschehnissen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Laudatio<br />
für die Produktion &#8220;Kurz nachdem ich tot war&#8221;  von matthaei &amp; konsorten </strong><br />
Wir vergeben den Kurt-Hackenberg-Preis an die Produktion &#8220;Kurz nachdem<br />
ich tot war&#8221;.<br />
Die Produktion zeigt eindrucksvoll, wie das Format der Stadt- und<br />
Ortserkundung in ein theatrales Konzept integriert werden kann. Sie<br />
schafft Spielorte in der Stadt, in den Häusern und verbindet diese Orte<br />
mit zeit- und lebensgeschichtlichen Geschehnissen. Sie macht Geschichte<br />
anschaulich.<br />
Darüber hinaus ermöglicht  die Inszenierung der Erkundung den<br />
Zuschauern eine ebenso ungewöhnliche wie anregende Form, Geschichte<br />
zu erfahren, sie zu verstehen und zu hinterfragen. Denn die Zuschauer<br />
werden in eine spannende Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte,<br />
Stadtgeschichte und Lebensschicksalen - sowie nicht zuletzt mit sich<br />
selbst - hineingezogen. Im Verlauf der dreistündigen Aneignung der Orte<br />
und Menschen und ihrer Geschichte(n) wird immer drängender eine<br />
Stellungnahme herausgefordert: &#8220;Wer bin ich in diesen Zeiten und in<br />
dieser Stadt? Wie hätte ich mich verhalten?&#8221; Das ist auf geradezu<br />
beispielhafte Weise politisch. Und deshalb dieser Preis.<br />
Hierzu einige Erläuterungen:<br />
Die anregende Form der jeweils in kleinen Gruppen durchgeführten Stadt-<br />
und Häusererkundung in Verbindung mit den über Kopfhörern während<br />
der Stadtwanderung vermittelten Zeugnissen von Kölner Zeitzeugen aus<br />
der Nazizeit, der Kriegs- und Nachkriegszeit, den politisierten 1970er<br />
Jahren sowie den turbulenten Hausbesetzerjahren der 1980er Jahre bis in<br />
die Jetztzeit vermittelt unmittelbare Lerneffekte. Was ist geschehen? Wie<br />
lebten die Menschen? Was taten sie?</p>
<p>Diese Lerneffekte sind nachhaltig, weil die Zuschauer an allen Stationen<br />
dieser ungewöhnlichen Ortserkundung einbezogen sind. Auf zweierlei<br />
Weise: zum einen werden sie durch die jeweilige Szene in den Häusern<br />
unmittelbar in das &#8216;Spiel&#8217; einbezogen. Sie werden zu Akteuren im<br />
Geschehen. Sie können Stellung beziehen. Dass sie es nicht müssen, sie<br />
zur Beteiligung nicht überfallartig und aktionistisch &#8216;genötigt&#8217; werden, ist<br />
Ausdruck einer konzeptionellen Überlegung.<br />
Denn Nachhaltigkeit entsteht auch durch die Möglichkeit der Interaktion in<br />
der jeweils kleinen Zuschauergruppe. Die Inszenierung verbindet die<br />
Zuschauer. Die durch die Inszenierung erweckten Eindrücke, Erfahrungen<br />
und Emotionen werden unmittelbar ausgetauscht. Die Inszenierung stiftet<br />
Kommunikation.  Und nebenbei:  diese Kommunikation spornt  zur<br />
Beteiligung an.<br />
So kommen die Zuschauer über das Nachempfinden und Miterleben sowie<br />
über die Kommunikation untereinander zu einer konkreten politischen<br />
Reflexion: Sie erleben Zeitgeschichte und Politik als lebensbestimmende<br />
Kategorie. Sie erfahren: Es gibt kein Leben ohne Politik, oder in<br />
Abwandlung eines Wortes von Max Frisch: Wer glaubt, sich der politischen<br />
Stellungnahme enthalten zu können, macht sich zum passiven Objekt<br />
eben der Politik, die man so leichtfertig abtun zu können glaubte&#8230;<br />
Zu loben ist auch die logistische Leistung der Produktion. In kurzen<br />
Abständen starteten jeweils 4er-Gruppen. In drei Stunden ging&#8217;s dann aus<br />
den Häusern des  Belgischen Viertels  zum Neumarkt,  übers<br />
Griechenmarktviertel mit seiner 50er-Jahre-Wiederaufbauästhetik, dem<br />
&#8220;Kiosk met Hätz&#8221; in der Poststraße, in die Südstadt, von dort aufs Schiff<br />
im  Rheinauhafen und schließlich wieder zurück zum Ausgangspunkt.<br />
Alles wohlbehalten überstanden, trotz Novemberkälte&#8230;<br />
Ein Letztes: Die Jury entschied sich einvernehmlich für diese Produktion.<br />
Jurymitglied Rainer Hofmann, der Kurator des &#8220;7. Festivals für Politik im<br />
Freien Theater&#8221; der Bundeszentrale für politische Bildung, die auch<br />
Koproduzent der ausgezeichneten Produktion war, enthielt sich eben<br />
deshalb der Stimme.<br />
Herzlichen Glückwunsch!<br />
Hans-Georg Lützenkirchen</p>
<p>freie Volksbühne Köln e.V.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.matthaei-und-konsorten.de/resonanzen/laudatio-kurz-nachdem-ich-tot-war/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Pathosformeln leicht gemacht!</title>
		<link>http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/pathosformeln-leicht-gemacht/</link>
		<comments>http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/pathosformeln-leicht-gemacht/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 03:10:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthaei</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[2001]]></category>

		<category><![CDATA[Diskurs]]></category>

		<category><![CDATA[Projekte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthaei-und-konsorten.de/?p=927</guid>
		<description><![CDATA[offene Beratung zur Entwicklung persönlicher Pathos-Formeln im Rahmen „Lovepangs-Kongresses&#8220;, Kluge/Schlingensief u.a.
Volksbühne Berlin


]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>offene Beratung zur Entwicklung persönlicher Pathos-Formeln im Rahmen „<a href="http://www.lovepangs.com/lovepangs/archive/03/berlinKongress.html" target="_blank">Lovepangs-Kongresses</a>&#8220;, Kluge/Schlingensief u.a.<br />
Volksbühne Berlin</p>
<p><a href="http://www.lovepangs.com/lovepangs/archive/03/berlinKongress.html" target="_blank"><br />
</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/pathosformeln-leicht-gemacht/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Zu Brecht! Zu Narva!</title>
		<link>http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/zu-brecht-zu-narva/</link>
		<comments>http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/zu-brecht-zu-narva/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 03:04:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthaei</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[2001]]></category>

		<category><![CDATA[Projekte]]></category>

		<category><![CDATA[installativ]]></category>

		<category><![CDATA[performing]]></category>

		<category><![CDATA[öffentlicher Raum]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/?p=312</guid>
		<description><![CDATA[Rollende Road Show Winterquartier 2000 / 2001 Volksbühne Berlin
Video- / Performancereihe zu Verkauf &#38; Schließung des Narva-Kombinats 1992 gespiegelt in Bessons Arbeit an Brechts Lehrstück &#8220;Die Ausnahme und die Regel&#8221; mit Narva-Arbeitern 1976
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rollende Road Show Winterquartier 2000 / 2001 Volksbühne Berlin</p>
<p>Video- / Performancereihe zu Verkauf &amp; Schließung des Narva-Kombinats 1992 gespiegelt in Bessons Arbeit an Brechts Lehrstück &#8220;Die Ausnahme und die Regel&#8221; mit Narva-Arbeitern 1976</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/zu-brecht-zu-narva/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>HIOBS BUCH I</title>
		<link>http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/hiobs-buch-i/</link>
		<comments>http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/hiobs-buch-i/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 03:01:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthaei</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[2002]]></category>

		<category><![CDATA[Projekte]]></category>

		<category><![CDATA[installativ]]></category>

		<category><![CDATA[performing]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthaei-und-konsorten.de/?p=920</guid>
		<description><![CDATA[das mahl
staatsbankberlin 2002
theatrale Installation in 6 Stationen mit Sprachspende &#38; Essen
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>das mahl</h2>
<p>staatsbankberlin 2002</p>
<p>theatrale Installation in 6 Stationen mit Sprachspende &amp; Essen</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/hiobs-buch-i/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>studio p: die bibliothek für pathosforschung</title>
		<link>http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/</link>
		<comments>http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 02:59:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>matthaei</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[2003]]></category>

		<category><![CDATA[Projekte]]></category>

		<category><![CDATA[installativ]]></category>

		<category><![CDATA[öffentlicher Raum]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.matthaei-und-konsorten.de/?p=916</guid>
		<description><![CDATA[hybrid-pathetische Installation einer Bibliothek des Pathos zur autonomen Pathosforschung als soziale Skulptur + Eingriff in öffentlichen Raum + Einspeisungen mit lokalen Pathos-Spezialisten + tägliche Weiterarbeit an morphender Struktur aus Restmaterialien des Theaters mit selbsttätiger Baubrigade für die „12. internationalen Schillertage&#8221; am Nationaltheater Mannheim 2003
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0043_imgn/' title='100-0043_imgn'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0043_imgn-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0041_img_2/' title='100-0041_img_2'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0041_img_2-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/dsc_0028/' title='dsc_0028'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/dsc_0028-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/dsc_0021-2/' title='dsc_0021'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/dsc_0021-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/dsc_0018/' title='dsc_0018'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/dsc_0018-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0035_img/' title='100-0035_img'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0035_img-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0029_img-2/' title='100-0029_img'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0029_img.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/dsc_0067/' title='dsc_0067'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/dsc_0067-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/dsc_0042_2/' title='dsc_0042_2'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/dsc_0042_2-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/dsc_0041/' title='dsc_0041'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/dsc_0041-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/dsc_0016/' title='dsc_0016'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/dsc_0016-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/dsc_0007/' title='dsc_0007'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/dsc_0007-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/dsc_0002/' title='dsc_0002'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/dsc_0002-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0064_img/' title='100-0064_img'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0064_img-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0063_img/' title='100-0063_img'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0063_img-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0061n_img/' title='100-0061n_img'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0061n_img-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0028_img/' title='100-0028_img'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0028_img-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0057_img/' title='100-0057_img'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0057_img-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0055_img-2/' title='100-0055_img'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0055_img-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0013_img/' title='100-0013_img'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0013_img-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0005_img/' title='100-0005_img'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0005_img-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0023_img/' title='100-0023_img'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0023_img-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0078_img/' title='100-0078_img'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0078_img-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0073_img/' title='100-0073_img'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0073_img-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0071_img_2/' title='100-0071_img_2'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0071_img_2-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0008_img/' title='100-0008_img'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0008_img-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/sonnendeck-tags/' title='sonnendeck-tags'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/sonnendeck-tags-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/operngast-weis-zuschnitt/' title='operngast-weis-zuschnitt'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/operngast-weis-zuschnitt-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/dsc_32/' title='dsc_32'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/dsc_32-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/dsc_0070/' title='dsc_0070'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/dsc_0070-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/dsc_0069/' title='dsc_0069'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/dsc_0069-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/dsc_0038/' title='dsc_0038'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/dsc_0038-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/dsc_0036-hell-satt/' title='dsc_0036-hell-satt'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/dsc_0036-hell-satt-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/dsc_0031/' title='dsc_0031'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/dsc_0031-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0017_img/' title='100-0017_img'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0017_img-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0012_img_3/' title='100-0012_img_3'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0012_img_3-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/7/' title='7'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/7-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/2/' title='2'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/2-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0078_img_2/' title='100-0078_img_2'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0078_img_2-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0002_img_2/' title='100-0002_img_2'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0002_img_2-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0038_img_2/' title='100-0038_img_2'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0038_img_2-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0038_img/' title='100-0038_img'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0038_img-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0041_img-2/' title='100-0041_img'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0041_img-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/attachment/100-0039_img/' title='100-0039_img'><img src="http://www.matthaei-und-konsorten.de/new/wp-content/uploads/2009/11/100-0039_img-150x150.jpg" width="150" height="150" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>

<p>hybrid-pathetische Installation einer Bibliothek des Pathos zur autonomen Pathosforschung als soziale Skulptur + Eingriff in öffentlichen Raum + Einspeisungen mit lokalen Pathos-Spezialisten + tägliche Weiterarbeit an morphender Struktur aus Restmaterialien des Theaters mit selbsttätiger Baubrigade für die „12. internationalen Schillertage&#8221; am Nationaltheater Mannheim 2003</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.matthaei-und-konsorten.de/projekte/studio-p-die-bibliothek-fur-pathosforschung/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
	</channel>
</rss>
