Über M&K

matthaei & konsorten

performing arts & diskursproduktion

>> Konsorten Plur. “Mittäter, Beteiligte, Mitschuldige”, im 16 Jh. aus lat. consortes, dem Plural von consors “an etw. gleichen Anteil habend, Teilhaber, Mitgenosse” entlehnt. Entsprechend zu frühest Consort (Sing.) “Gefährte, Genosse” (16. Jh.). Die schon im 16. Jh.
nachweisbare pluralische Verwendung stammt vermutlich aus der Gerichtssprache, die darunter “Kumpane, Spießgesellen, eine Clique von Mittätern” versteht, seit Ende des 18. Jhs. bes. in der Fügung “… und Konsorten” (hinter Eigennamen).

Zu lat. consors gebildetes lat. consortium “Teilhaberschaft, Mitgenossenschaft, Gütegemeinschaft” ergibt in der Kaufmannssprache Konsortium “Genossenschaft, Handelsgesellschaft, Bankengruppe” (17. Jh.) <<

Unter dem Label matthaei & konsorten werden seit 2000 Inszenierungen, theatrale Installationen, soziale Plastiken & Diskursproduktionen erarbeitet & veröffentlicht. Im Kern findet sich zum einen die teils langjährige Zusammenarbeit der verschiedenen Gewerke, zum anderen die Kooperation mit Orten & Mitarbeitern entsprechend dem jeweiligen Projekt.

Oberbegriff der Arbeiten ist die “Inszenierung”, die mise en scène als geformte Sichtbarmachung von Realtitäten mit theatralen Mitteln. Grundlegend wird dabei von der Spezifität eines Stoffes – Text, Ort, soziales Gefüge, Theorie – ausgegangen, dessen Eigenheiten im Zusammenspiel mit bestimmten ästhetischen & inhaltlichen Grundinteressen sodann die Form der Arbeit hervorbringen. So daß Projekte sowohl mit Schauspielern, Tänzern, Sängern wie auch mit Darstellern realisiert werden, in Bühnensituationen wie in theatralen Installationen oder im öffentlichen Raum stattfinden können, eher rezeptiv oder partizipatorisch das Publikum / die Besucher mit einbeziehen.

Eine zentrale Rolle spielt die ortspezifische Positionierung der Arbeiten: Die symbolischen & imaginären Achsen des Sozialen, Historischen & Architektonischen, welche einen bestimmten Raum eröffnen, sind immer auch Grundlage & Bestandteil der Inszenierung, die darauf reagiert. Die Theatralen Installationen / Sozialen Plastiken verdichten die Spezifität des Ortes, so daß dessen Strukturen & Bedingungen sichtbar hervortreten – während den Besuchern, die zu Akteuren werden, oder den regulären Nutzern der Orte gleichzeitig ein Moment von Freiheit in der eigenen Wahrnehmung & Konkretion von Möglichkeiten eröffnet wird, die vom vermeintlich Vorgegebenen abweichen.

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